Biberach – Arbeitslosenquote steigt auf 2,7 Prozent

Landkreis Biberach | 03.02.2012 | 12-0288

Arbeitslosenquote steigt auf 2,7 Prozent – Landkreis Biberach bleibt trotzdem Spitzenreiter in Baden-Württemberg

Die Arbeitslosigkeit erhöhte sich im Landkreis Biberach im Januar 2012 im Vergleich zum Vormonat um 366 Personen auf nunmehr 2.761 Personen. Das sind aber immer noch 465 Personen weniger als im Vergleichsmonat 2011. Im Januar 2011 lag die Arbeitslosenquote noch bei 3,1 Prozent. Der Landkreis Biberach hat mit 2,7 Prozent weiterhin die niedrigste Arbeitslosenquote in Baden-Württemberg. Es folgen der Enzkreis mit 2,8 Prozent und der Alb-Donau-Kreis mit 2,9 Prozent.

Bezogen auf die beiden Dienststellen, die für die Arbeitslosen im Landkreis zuständig sind, ergibt sich im Januar 2012 folgendes Bild: Bei der örtlichen Arbeitsagentur, die überwiegend Kurzzeitarbeitslose betreut, erhöhte sich die Zahl der Arbeitslosen um 330 auf 1.449 Personen. Die Zahl der Arbeitslosen beim Jobcenter, das vor allem Langzeitarbeitslose im Hartz IV Bezug betreut, stieg nur um 36 Personen auf nun 1.312 Arbeitslose. „Dies zeigt deutlich, dass die Steigerung der Arbeitslosigkeit vor allem die von der örtlichen Arbeitsagentur betroffenen Kurzzeitarbeitslosen betrifft. Ursache sind hier das Auslaufen befristeter Arbeitsverträge zum Jahresende und die saisonale Ruhe auf dem Bau, Landwirtschaft und im Gartenbau“, so Landrat Dr. Heiko Schmid. Von den 1.312 Arbeitslosen im Hartz IV Bezug seien 629 Männer und 683 Frauen sowie 38,3 Prozent im Alter zwischen 50 und 65 Jahren.

Die Personalnachfrage hat der Jahreszeit entsprechend zwar nachgelassen, trotzdem konnten im Januar vom Jobcenter 40 Personen die in Harzt IV Bezug waren, in eine Arbeit vermittelt werden.

Auch die Entwicklung der Bedarfsgemeinschaften im Arbeitslosengeld II Bezug zeigt sich entsprechend stabil. Im Januar haben 1.904 Bedarfsgemeinschaften Hartz IV Leistungen erhalten. In diesen Bedarfsgemeinschaften leben 3.708 Personen, die Leistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende erhalten. Gegenüber dem Vorjahresmonat bedeutet dies einen Rückgang um elf Prozent. Das sind 463 Personen weniger als  im Januar 2011.

Um ihre Chancen am Arbeitsmarkt zu erhöhen, nehmen derzeit 450 Arbeitslosengeld II Bezieher an Förder- und Qualifizierungsmaßnahmen teil. Des Weiteren werden 142 Personen durch soziale flankierende Leistungen wie Kinderbetreuung, Sucht-, psychosoziale Betreuung oder Schuldnerberatung bei der Integration auf den ersten Arbeitsmarkt unterstützt.

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