Berlusconi: "Putin und mich verbindet eine persönliche Freundschaft"

Silvio Berlusconi, Europeanpeoplesparty, Lizenztext: dts-news.de/cc-by
Foto: Silvio Berlusconi, Europeanpeoplesparty, Lizenztext: dts-news.de/cc-by

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Silvio Berlusconi steht in der Ukraine-Krise fest an der Seite von Wladimir Putin. Den russischen Präsidenten bezeichnet Italiens ehemaliger Ministerpräsident im Interview mit der „Welt am Sonntag“ (Ausgabe 18. Mai) als seinen Freund. „Putin und mich verbindet eine wirkliche, persönliche Freundschaft.“

Schon diverse Male an gemeinsamen Wochenenden hätten Berlusconi und Putin kein einziges Mal über Politik gesprochen. „Wir sprachen dann über alles. Über Russlands Geschichte. Über all das, was noch zu erledigen ist. Über das Pflanzen von Bäumen. Über Architektur, über italienische Kunstwerke in St. Petersburg. Die Stadt wurde mithilfe vieler italienischer Architekten erbaut.“ Die Beziehungen mit der Familie Putins beschreibt Berlusconi als eng. „Seine Kinder haben mich schon in den Ferien besucht, seine Frau ist nach Italien gekommen. Ich habe eine gefestigte Beziehung zu ihm. Ich schätze ihn sehr.“ In der Ukraine-Krise warnt Berlusconi davor, Russland zu isolieren. Italiens Ex-Premier sprach sich dafür aus, Russland nicht aus der G8 zu werfen. An dieser Einschätzung hält er fest. „In mir trage ich den Stolz, einen entscheidenden Beitrag zum Ende des Kalten Krieges geleistet zu haben, der über Jahrzehnte eine Spur der Verwüstung hinterlassen hatte. Es wäre sehr bedauerlich, wenn Russland wieder isoliert würde. Die Konsequenz wäre, dass Russland wieder mit Asien anbandeln würde“, sagte Berlusconi der „Welt am Sonntag“.

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