Berlins Regierender kritisiert Hartz-IV-Sanktionen

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) stellt das Sanktionssystem von Hartz IV infrage. „Viele können nicht nachvollziehen, warum man die rote Karte gezeigt bekommt, wenn man nicht bereit ist, jeden Job anzunehmen“, sagte Müller dem „Spiegel“. „Wenn Kinder betroffen sind, ist es besonders ungerecht.“

Die Sanktionen seien einer der Gründe des Misstrauens gegenüber dem Hartz-System. Müller ergänzt: „Ein Grundproblem der ganzen Agendapolitik ist, dass es niemals wirklich eine gesellschaftliche Akzeptanz für sie gab.“ Die Menschen hätten es vom ersten Tag an als zutiefst ungerecht empfunden, dass sie nach einem jahrzehntelangen Arbeitsleben sehr schnell auf das Niveau von Hartz IV abstürzen können.

Michael Müller (Regierender Bürgermeister Berlin), über dts Nachrichtenagentur
Foto: Michael Müller (Regierender Bürgermeister Berlin), über dts Nachrichtenagentur