Berlin und Hamburg können Kosten für Olympia noch nicht abschätzen

Berlin/Hamburg – Berlin und Hamburg können derzeit noch nicht abschätzen, wie viel die Bewerbung und Ausrichtung Olympischer Spiele im Jahr 2024 beziehungsweise 2028 jede der beiden Städte kosten könnte. „Eine seriöse Berechnung dieser Kosten ist auch aufgrund der noch zahlreichen offenen Fragen zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich“, heißt es in einer Antwort der Berliner Senatsverwaltung für Inneres und Sport auf eine Anfrage der „Welt am Sonntag“. Lediglich die Kosten für Baumaßnahmen kann die Behörde jetzt schon auflisten.

„Rund 1,5 Milliarden Euro (Preisstand 2014) fallen für die Berliner Wettkampfstätten an, davon zirka 250 Millionen Euro für den Um- beziehungsweise Ausbau bestehender Wettkampfstätten, rund 250 Millionen Euro für Neubauten inklusive Teilrückbau gemäß Nachnutzungskonzept und für temporäre Bauten circa eine Milliarde Euro.“ Inklusive inflationsbedingter Preiserhöhung komme die Umsetzung des bisherigen Standortkonzepts auf 2,4 Milliarden Euro, heißt es weiter. Nur fehlten dabei zum Beispiel Kosten für Sicherheitsmaßnahmen. Teure Sonderwünsche des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) sind der Zeitung zufolge ebenfalls noch unbekannt. Ähnlich sehe es in Hamburg aus. Die Elbstadt, die sich ebenfalls um Olympia 2024 bewerben will, rechnet vorerst mit gut zwei Milliarden Euro an Kosten, geht laut „Welt am Sonntag“ aus einer Broschüre der Stadt hervor. Allerdings handele es sich auch hier nur um die Kosten für die Herrichtung der Olympiabauten. „Bekanntermaßen ist das Gesamtbudget für die Ausrichtung der Olympischen Spiele weit umfassender.“

Über dts Nachrichtenagentur

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