Berlin-Anschlag: Rund 600.000 Euro Entschädigung ausbezahlt

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Gut drei Monate nach dem Terroranschlag auf den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz haben Opfer und Angehörige vom Staat insgesamt rund 606.000 Euro Entschädigung erhalten. Das Bundesjustizamt habe bislang Härteleistungen in Höhe von 589.000 Euro ausgezahlt, teilte Sprecher Thomas Ottersbach laut „Heilbronner Stimme“ (Mittwochausgabe) mit. Vom Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) erhielten Betroffene 16.729 Euro, so Sprecherin Silvia Kostner.

Das Geld sei für Bestattungen und Renten. Auch die Verkehrsopferhilfe zahlte rund 50.000 Euro an Geschädigte und Hinterbliebene aus, wie Sprecherin Kathrin Jarosch wissen ließ. Dabei handele es sich um frei verrechenbare Vorschüsse. „Das heißt, die Menschen erhalten das Geld vorab, ohne dass klar ist, wofür sie es am Ende verwenden. Das ist eine flexible und unbürokratische Lösung“, so Jarosch weiter. 80 Anträge seien dort bislang eingegangen. Während das Bundesjustizamt nach eigenen Angaben 90 Anträge von Betroffenen erhielt, erreichten das Lageso laut Sprecherin Silvia Kostner 96 Anträge. Diese Zahl überschneide sich zum allergrößten Teil mit derjenigen der bei den anderen beiden Stellen eingegangenen Anträgen, wie Kostner erklärte. „Alle drei Stellen tauschen sich kontinuierlich über die Fälle aus“, so die Lageso-Sprecherin.

Breitscheidplatz nach Anschlag auf Weihnachtsmarkt, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Breitscheidplatz nach Anschlag auf Weihnachtsmarkt, über dts Nachrichtenagentur