Bericht: Versicherer stellen 300 Millionen Dollar für Flug 4U9525 zurück

Germanwings-Maschine, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Germanwings-Maschine, über dts Nachrichtenagentur

Frankfurt/Main – Das Versichererkonsortium der Lufthansa-Gruppe hat wegen möglicher Schadensersatzforderungen im Fall der abgestürzten Germanwings-Maschine laut eines Berichts des „Handelsblatts“ (Dienstagsausgabe) 300 Millionen US-Dollar an Rückstellungen gebildet. Zu diesem Schritt habe sich das von der Allianz angeführte Konsortium Ende vergangener Woche entschlossen, berichtet die Zeitung unter Berufung auf Versichererkreise. Das sei fast das Doppelte der üblicherweise kalkulierten Summe.

In der Regel werde in der Luftfahrt im Todesfall pro Passagier mit einer Entschädigung von einer Million US-Dollar kalkuliert, im Fall von Flug 4U9525 wären das 150 Millionen Dollar. Hinzu kämen die Kosten für das Flugzeug, das in diesem Fall mit 6,5 Millionen Dollar versichert gewesen sein soll, schreibt die Zeitung weiter. Dass die Assekuranzen nun deutlich mehr Geld zurückstellten, lasse demnach den Schluss zu, dass sie mit langwierigen und teuren Entschädigungsprozessen rechnen. Vor allem US-Bürger – an Bord waren drei Menschen aus den USA – dürften vor US-Gerichten auf Schadensersatz klagen. Lufthansa wollte dies nicht kommentieren. Die derzeitigen Ermittlungen deuten darauf hin, dass der Co-Pilot das Flugzeug willentlich hat abstürzen lassen. Sollten Angehörige der Opfer die Fluggesellschaft tatsächlich verklagen, müsste Lufthansa glaubhaft machen, dass sie das Unglück nicht habe verhindern können.

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