Bericht: Vermisste OSZE-Beobachter angeblich in Kosakenhand

Ukrainische Flagge, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Ukrainische Flagge, über dts Nachrichtenagentur

Kiew – Die zwei seit fast einem Monat in der Ukraine festgehaltenen OSZE-Teams befinden sich angeblich in der Hand von Kosaken. Dies vermuten dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ zufolge westliche Diplomaten, die sich um die Freilassung der neun Geiseln bemühen. Direkte Kontakte mit den Entführern belegten, dass die Männer und Frauen von einem Rebellenkommandanten und Geschäftsmann aus der Region Luhansk, zur ethnisch-kulturellen Führungsstruktur der Kosaken gehören soll, an zwei verschiedenen Orten festgehalten würden, in Perewalsk und Sewerodonezk.

Bei Verhandlungen falle zudem immer wieder der Name eines Abgeordneten in der russischen Duma sitzt, berichtet der „Spiegel“ weiter. Seine Position in der Hierarchie der Kosaken könnte ihm demnach ermöglichen, die Freilassung der Geiseln zu erwirken. Die Motive der Entführer sind bislang unklar, sie haben keinerlei Forderungen gestellt, berichtet das Magazin weiter. Es werde vermutet, dass die Geiseln als menschliche Schutzschilde benutzt würden und die Kosakengruppe Angst verbreite, um Druck auf die übrigen OSZE-Beobachter auszuüben.

Über dts Nachrichtenagentur

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