Bericht: Reihe von Krisengesprächen wegen drohender Pleite Athens

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Wegen der drohenden Pleite Griechenlands sind am Sonntag eine Reihe von Krisengesprächen geplant. Die wichtigsten Industriestaaten (G7) wollten im Laufe des Tages in einer Telefonkonferenz beraten, sagte ein Vertreter der Eurozone dem „Handelsblatt“ (Montagausgabe). Das Gespräch solle auf Deputy-Ebene, also zwischen den Staatssekretären, stattfinden.

Es diene vor allem dazu, die nicht-europäischen Regierungen über die Entwicklungen in der Griechenland-Krise zu informieren. Zudem sei für Sonntag auch eine Telefonkonferenz der Europäischen Bankenaufsicht (SSM) geplant, erfuhr das „Handelsblatt“. Dort sitzen Vertreter der Europäischen Zentralbank (EZB) und der nationalen Aufsichtsbehörden. In der Telefonschalte solle über die Lage der griechischen Banken und mögliche Auswirkungen auf das europäische Finanzsystem beraten werden, hieß es. Auch der EZB-Rat wird sich im Laufe des Sonntags mit der Lage in Griechenland befassen. Am Abend sei zudem noch eine Telefonkonferenz der Euro-Arbeitsgruppe (Euro Working Group) geplant, berichtet die Zeitung weiter. Ihr gehören die Finanzstaatssekretäre der Euro-Staaten an.

Akropolis in Athen, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Akropolis in Athen, über dts Nachrichtenagentur