Bericht: Regierung baut Förderstellen für Langzeitarbeitslose ab

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Berlin – Bundesregierung und Jobcenter haben laut eines Berichts der F.A.Z. das Angebot an öffentlich geförderten Beschäftigungsverhältnissen für Langzeitarbeitslose seit dem Jahr 2010 um mehr als die Hälfte abgebaut. Während vor vier Jahren mehr als 350.000 Langzeitarbeitslose mit sogenannten Ein-Euro-Jobs, Bürgerarbeit oder ähnlichen Förderstellen auf eine neue Beschäftigung vorbereitet wurden, waren es zur Jahresmitte 2014 nur 136.000. Das zeigt die Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Anfrage der Grünen, die der F.A.Z. vorliegt. Der von der schwarz-gelben Regierung begonnene Abbau hat sich den Daten zufolge auch unter der großen Koalition fortgesetzt.

Seit Mitte 2013 ging die Zahl der Förderstellen um 26.500 zurück. Die arbeitsmarktpolitische Sprecherin Grünen-Bundestagsfraktion kritisierte dies scharf. „Während die Zahl der Langzeitarbeitslosen seit geraumer Zeit stagniert und zuletzt sogar wieder leicht gestiegen ist, geht die Zahl der öffentlich geförderten Beschäftigungsverhältnisse immer weiter zurück“, sagte sie. Dadurch würden viele Betroffene „dauerhaft abgehängt“. Daran ändere auch ein von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) für das Jahr 2015 angekündigtes neues Förderprogramm mit 30.000 Plätzen für Langzeitarbeitslose nichts.

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