Bericht: Rechtsextreme Kriminalität lässt etwas nach

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Rechtsextreme Kriminalität lässt offenbar etwas nach. Die Polizei hat im ersten Halbjahr 2017 bundesweit 5.883 Straftaten registriert, darunter 322 Gewaltdelikte, berichtet der „Tagesspiegel“ (Samstagsausgabe) unter Berufung auf Antworten der Bundesregierung auf monatliche Anfragen von Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau (Linke) und ihrer Fraktion. 224 Menschen wurden demnach bei Angriffen von Neonazis und anderen Rechten verletzt.

Ermittelt wurden 2.801 Tatverdächtige, 31 nahm die Polizei fest. In Untersuchungshaft gingen zwei Personen. Die Zahlen werden jedoch voraussichtlich noch steigen, da die Polizei erfahrungsgemäß viele Delikte nachmeldet, schreibt die Zeitung. Im ersten Halbjahr 2016 hatte die Polizei nach den damals vorläufigen Erkenntnissen 6.548 rechte Straftaten gemeldet. 529 waren Gewaltdelikte, bei denen 399 Menschen Verletzungen erlitten.

Rechtsextreme, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Rechtsextreme, über dts Nachrichtenagentur