Bericht: Ökostrom-Kontrollen kosten 7,5 Millionen Euro extra

Hochspannungsleitung, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Hochspannungsleitung, über dts Nachrichtenagentur

Berlin – Die Prüfung, welche Firmen davon befreit werden sollen, Ökostrom-Zuschläge zu zahlen, werden den Bund rund 7,5 Millionen Euro extra kosten. Das berichtet das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“. Mit dem Geld sollen demnach 60 Stellen im Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle finanziert werden.

Die Beamten müssen entscheiden, welche Unternehmen die Kriterien des novellierten Erneuerbare-Energien-Gesetzes erfüllen und von der sogenannten EEG-Umlage ausgenommen sind, berichtet das Magazin weiter. Schon jetzt würden dafür 5,6 Millionen Euro jährlich aufgewendet, so das Wirtschaftsministerium. Die Kosten für die Genehmigungen kämen durch Gebühren wieder herein, verteidigt sich die Behörde. „Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel schafft damit ein Bürokratiemonster“, sagte dagegen Grünen-Energieexperte Oliver Krischer. Er kritisiert, dass das Ökostrom-Privileg in Höhe von über fünf Milliarden Euro von den privaten und gewerblichen Stromkunden aufgebracht werden müsse.

Über dts Nachrichtenagentur

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