Bericht: Neue Probleme beim Staatsanleihen-Kaufprogramm der EZB

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Frankfurt/Main – Ihr geplantes Aufkaufprogramm für Staatsanleihen stellt die Europäische Zentralbank (EZB) offenbar vor erhebliche Schwierigkeiten. Kompliziert würde die Aktion vor allem, wenn die Frankfurter Notenbanker im nächsten Jahr Staatspapiere der Euro-Mitgliedstaaten im Verhältnis ihrer Anteile am Kapital der EZB aufkaufen sollten, berichtet der „Spiegel“ in seiner neuen Ausgabe. Als Folge würden sämtliche Staatsschuldtitel kleiner Länder wie Luxemburg vom Markt verschwinden und bei der EZB landen.

Für Neuemissionen gäbe es dann keinen Nachfrager mehr – außer eben der EZB. Das würde aber, so die Befürchtung im Frankfurter Eurotower, gegen das Verbot der Staatsfinanzierung durch die Notenbank verstoßen. Als Ausweg will die EZB deswegen Obergrenzen für den Aufkauf von Staatsanleihen dieser Länder beschließen. So soll sichergestellt werden, dass noch genügend Papiere im Umlauf sind, die von Marktteilnehmern gehandelt werden können. EZB-Chef Mario Draghi hatte zuletzt angedeutet, dass ein entsprechendes Programm bereits im Januar auf den Weg gebracht werden könnte.

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