Bericht: Moskau will EU-Ukraine-Freihandelszone ausbremsen

Moskau (dts Nachrichtenagentur) – Die EU wehrt sich offenbar gegen einen Vorstoß Russlands, die geplante Freihandelszone zwischen der Europäischen Union und der Ukraine auszuhebeln: Am 3. Juni schickte Moskau laut eines Berichts des Nachrichtenmagazins Der „Spiegel“ den Entwurf für einen trilateralen Handelsvertrag an die Brüsseler EU-Kommission. Es sei der Versuch des Kreml, russische Interessen zu wahren, wenn ab dem 1. Januar 2016 die wirtschaftlichen Bestimmungen des EU-Assoziierungsabkommens mit der Ukraine in Kraft treten. Der Vertragsentwurf sieht dem Magazin zufolge strenge Ex- und Importkontrollen sowie Einfuhrquoten nach Russland für 52 Warenkategorien vor.

Sie reichen demnach von Hydraulikturbinen über Schiffe bis hin zu Rindfleisch und Eiscreme. Die EU-Kommission lehne den russischen Vorschlag ab. Der Vertrag lege der „Ukraine und der EU einseitig Verpflichtungen“ auf, heißt es dem Bericht zufolge in Brüssel. EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström schrieb laut „Spiegel“ am vergangenen Dienstag an den Vorsitzenden des Handelsausschusses im Europaparlament, Bernd Lange: „Der von Russland vorgeschlagene Text ist nicht akzeptabel.“

Mauer des Kreml in Moskau, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Mauer des Kreml in Moskau, über dts Nachrichtenagentur