Bericht: Mietspiegel in deutschen Städten die Ausnahme

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Berlin – Ein Mietspiegel bleibt in deutschen Städten die Ausnahme: Nach bislang unveröffentlichten Daten des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung, über die der „Spiegel“ berichtet, hat nicht einmal jede fünfte Gemeinde, die unter einem angespannten Wohnungsmarkt leidet, einen Mietspiegel erstellt. Ein sogenannter qualifizierter Mietspiegel, der nach wissenschaftlichen Grundsätzen mindestens alle zwei Jahre erneuert und von Mietern, Vermietern und der Kommune anerkannt wird, ist demnach sogar nur in rund jeder zehnten Kommune mit stark steigenden Mieten Standard. Die aktuellen Zahlen des Bundesinstituts zeigten zudem, dass sich die allgemeine Verbreitung der Mietspiegel in den vergangenen Jahren kaum erhöht habe.

So verfügten Ende 2014 weniger als die Hälfte der rund 80 Großstädte über einen qualifizierten Mietspiegel. Unter den sogenannten größeren Mittelstädten (50.000 bis 100.000 Einwohner) habe der Anteil sogar nur bei 20 Prozent gelegen. Experten führen die geringe Akzeptanz auf die hohen Kosten insbesondere für die Erstellung der qualifizierten Mietspiegel zurück.

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