Bericht: Mehr Eritreer bei illegaler Einreise aufgegriffen

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Bundespolizei greift immer mehr Eritreer bei der illegalen Einreise nach Deutschland auf. Ihre Anzahl stieg auf knapp 680 Personen im November, berichtet die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“. Eritreer bilden damit nun die größte Gruppe der an deutschen Grenzen aufgegriffenen unerlaubt eingereisten Personen.

Die Zahl der Syrer ging im November hingegen weiter zurück auf 340 Personen. Noch im Januar und Februar waren 6.900 beziehungsweise 10.100 Syrer aufgegriffen worden. Rückläufig ist auch die Anzahl der aufgegriffenen Afghanen, sie betrug nach Angaben der Bundespolizei im November 480 Personen (im Januar waren es 5.900 gewesen). Insgesamt griff die Bundespolizei bis Ende November in diesem Jahr rund 106.000 Personen bei der illegalen Einreise nach Deutschland auf. Seit März sind die Zahlen stark rückläufig, berichtet die Zeitung weiter. Im November wurden insgesamt rund 5.300 Personen aufgegriffen, im Januar und Februar dagegen 23.600 beziehungsweise 25.500 Personen. Vor allem der Anteil derjenigen, die über die Grenze zu Österreich einreisten, ging zuletzt deutlich zurück auf im November rund 2.200 Personen – im Januar waren dort rund 21.300 Personen aufgegriffen worden. Nach Angaben der Bundespolizei seien aber nicht alle der bei der illegalen Einreise aufgegriffenen Personen Asylsuchende. Außerdem reisten auch viele Personen illegal nach Deutschland ein, ohne von der Bundespolizei aufgegriffen zu werden. Die tatsächliche Anzahl der Asylsuchenden sei daher höher als jene der aufgegriffenen Einreisenden. An Teilen der Grenze zu Österreich führt die Bundespolizei Kontrollen durch, andernorts – etwa an der Grenze zur Schweiz – gibt es Schleierfahndung. Eritreer bilden nach Personen aus Nigeria die zweitgrößte Gruppe der Migranten, die in diesem Jahr über das Mittelmeer nach Italien kamen. Das geht aus Zahlen des UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR hervor, berichtet die F.A.Z. weiter. Die aktuellen Zahlen der Bundespolizei deuten daher darauf hin, dass der Anteil der Migranten, die über die Mittelmeer-Route nach Deutschland kommen, steigt, während der Anteil derjenigen, die über die Balkan-Route kommen, zurückgeht.

Flüchtling, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Flüchtling, über dts Nachrichtenagentur