Bericht: Keine Maut für Sportboote

Durchfahrtsverbot an einem Fluss, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Durchfahrtsverbot an einem Fluss, über dts Nachrichtenagentur

Berlin – Die Bundesregierung wird nun doch keine Maut für Sportboote einführen: Wie die „Süddeutsche Zeitung“ (Mittwochausgabe) berichtet, sind entsprechende Pläne im Bundesverkehrsministerium (BMVI) vom Tisch. Das Ministerium erarbeite gerade ein Wassertourismus-Konzept, das noch in diesem Jahr vorgestellt wird, sagte ein Sprecher. „Eine Vignette für Sportboote ist darin nicht vorgesehen.“

Damit widerspricht das BMVI den Aussagen der Parlamentarischen Staatssekretärin Katherina Reiche (CDU). Sie hatte im November angekündigt, dass von August 2018 an eine Gebührenpflicht gelten solle. Lediglich kleine Paddel-, Tret und Ruderboote sollten von der Maut ausgenommen bleiben, hieß es. Bislang muss lediglich die kommerzielle Schifffahrt für die Nutzung der meisten Bundeswasserstraßen bezahlen, bei Güterschiffen wird nach Ladung und gefahrenen Kilometern abgerechnet. Etwa 50 Millionen Euro nimmt der Bund auf diese Weise pro Jahr ein. Die Sportschifffahrt beteiligt sich darüber hinaus mit einer Pauschale an den Kosten für Betrieb und Instandhaltung der Wasserstraßen.

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