Bericht: Flugzeugunglück lässt Zahl der Stornierungen nicht steigen

Touristen beim Check-in am Flughafen, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Touristen beim Check-in am Flughafen, über dts Nachrichtenagentur

Berlin – Anders als vermutet spüren die großen deutschen Airlines die Folgen des Germanwings-Unglücks nicht bei der Zahl der von Passagieren kurzfristig abgesagten Flugreisen. Air Berlin, Condor, Lufthansa und TuiFly verzeichnen nach dem Absturz des Fluges 4U 9525 nicht mehr Stornierungen als zu normalen Zeiten, wie sie dem „Handelsblatt“ (Onlineausgabe) auf Nachfrage bestätigten. Sie befürchten auch nicht, dass ihnen die Passagiere in Folge des Unglücks von Flug fern bleiben.

Selbst bei der Unglücks-Airline Germanwings sei die Zahl der abgesprungenen Kunden „nur leicht gestiegen“, allerdings nicht signifikant. Genauere Angaben wollte Germanwings laut „Handelsblatt“ nicht machen. Allerdings seien die Nachfragen besorgter Fluggäste gestiegen, berichteten die Fluggesellschaften. Vermehrt fragten Kunden wegen Sicherheitsbedenken bei den Airlines an, hieß es. Bei Condor etwa hätten Passagiere nach dem Alter der Flotte, dem Instandhaltungskonzept und den Regeln bei der Cockpit-Besetzung gefragt. Lufthansa sprach von einem „erhöhten Aufkommen“ von Nachfragen auf ihrer Facebook-Seite. Bei dem Absturz einer Germanwings-Maschine in den französischen Alpen kamen am Dienstag 150 Menschen ums Leben. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Marseille hatte sich der Co-Pilot zum Unglückszeitpunkt allein im Cockpit befunden und den Sinkflug offenbar vorsätzlich eingeleitet.

Über dts Nachrichtenagentur