Bericht: EZB erwägt Refinanzierungsgeschäft mit vier Jahren Laufzeit

EZB, über dts Nachrichtenagentur
Foto: EZB, über dts Nachrichtenagentur

Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Die Europäische Zentralbank (EZB) arbeitet für die Ratssitzung in der kommenden Woche offenbar an einem Maßnahmenpaket, das wohl über eine Zinssenkung hinausgehen wird: Neben einem negativen Einlagezins erwägt das Haus einen neues, längerfristiges Refinanzierungsgeschäft, das eine Laufzeit von bis zu vier Jahren haben soll, berichtet das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“. Die Ausgestaltung ist im Rat freilich noch umstritten – vor allem die Frage, ob ein variabler Zins oder ein Festzins verlangt werden soll, schreibt das Nachrichtenmagazin weiter. Letzterer könnte demnach womöglich nur die Höhe des gültigen Leitzinses von 0,15 Prozent haben.

Vorbild für den Sonderkredit sei ein Programm, dem Draghi selbst scherzhaft den Namen „Dicke Bertha“ verpasst habe, nach einem Geschütz aus dem Ersten Weltkrieg. Weil sich die Banken vor gut zwei Jahren für das billige Geld aber gern mit Staatsanleihen ihrer Heimatländer eindeckten, statt neue Kredite zu vergeben, soll dieses Mal Geld nur an solche Institute vergeben werden, die es tatsächlich an die Wirtschaft weitergeben, berichtet der „Spiegel“.

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