Bericht: Ex-Grund­wehr­dienst­leis­ten­de im Dschihad

Berlin – Rund 20 ehemalige Angehörige der Bundeswehr sind laut eines „Spiegel“-Berichts in die Krisenregion in Syrien und dem Irak gereist, um sich dort offenbar dschihadistischen Einheiten anzuschließen. Nach Angaben aus Sicherheitskreisen handelt es sich um ehemalige Wehrdienstleistende, berichtet das Nachrichten-Magazin „Der Spiegel“. Sie sind für Gruppierungen wie die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) besonders wertvoll, da der Großteil der rund 400 in die Region ausgereisten deutschen Dschihadisten keinerlei militärische Vorkenntnisse hat.

Der Militärische Abschirmdienst (MAD) betrachtet den Islamismus bei der Bundeswehr als zunehmendes Problem: Erst kürzlich versuchte ein ehemaliger Stabsunteroffizier, ebenfalls in die Krisenregion zu gelangen. Er war zuvor nach Ermittlungen des MAD wegen seiner islamistischen Ansichten aus der Bundeswehr ausgeschlossen worden. Die Sicherheitsbehörden konnten seine Ausreise bislang verhindern.

Über dts Nachrichtenagentur

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