Bericht: Deutscher IS-Terrorist aus Bonn im Nordirak getötet

Berlin – Ein deutscher IS-Dschihadist ist nahe der nordirakischen Stadt Kirkuk von kurdischen Peschmerga-Kämpfern getötet worden. Bei dem Islamisten soll es sich um einen 20-jährigen Konvertiten aus Bonn handeln, berichtet die „Welt“ unter Berufung auf deutsche Sicherheitskreise. Demnach wurde der deutsche IS-Terrorist bereits in der vergangenen Woche bei einer Offensive der kurdischen Peschmerga-Miliz gegen die Terrorgruppe „Islamischer Staat“ (IS) nahe der Stadt Kirkuk erschossen.

Ein Foto, das kurdische Milizionäre verbreitet haben und das der „Welt“ vorliegt, zeigt den Leichnam eines jungen Mannes mit blonden Locken. Deutsche Sicherheitsbehörden gehen davon aus, dass es sich bei dem Toten um den zum Islam konvertierten 20-Jährigen handelt. Dieser war im Mai 2013 gemeinsam mit seiner Schwester und deren Sohn nach Syrien gereist. Der junge Mann, der aus einer deutsch-polnischen Familie stammt, soll sich vor Ort dem IS angeschlossen haben. Seine Schwester steht derzeit wegen des Verdachts der Unterstützung einer terroristischen Vereinigung vor dem Düsseldorfer Oberlandesgericht. Sie soll ihren Ehemann, der dem IS angehört, mit Geldzahlungen und Kamera-Ausrüstung unterstützt haben. Insgesamt sollen rund 600 Islamisten aus Deutschland in den Irak und nach Syrien ausgereist sein, um sich dort am „Heiligen Krieg“ zu beteiligen. Rund 60 Personen kamen inzwischen ums Leben, unter ihnen mindestens elf als Selbstmordattentäter.

Über dts Nachrichtenagentur