Bericht: Deutsche Bahn testet Ersatzprojekt für Autozug

Bahn-Zentrale, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Bahn-Zentrale, über dts Nachrichtenagentur

Berlin – Die Deutsche Bahn soll einem Medienbericht zufolge Alternativen für die in die Jahre gekommenen Autozüge prüfen. Dem Nachrichtenmagazin „Focus“ zufolge antwortete das Bundesverkehrsministerium auf eine Anfrage der CDU-Abgeordneten Gitta Connemann, die DB Fernverkehr AG teste derzeit mit dem Pilotprojekt „Auto+Zug“ auf den „Verbindungen von Düsseldorf und Berlin nach München eine wirtschaftlich tragfähige Alternative“. Fahrgäste führen dabei im ICE oder Nachtzug, ihre Autos würden auf Lkw-Transportern und bis zu 30 Motorräder in geschlossenen Trucks getrennt auf der Straße befördert.

Wie „Focus“ unter Berufung auf DB-Angaben weiter meldet, soll der Test auf den Stationen Berlin, Düsseldorf und München bis Ende des Jahres laufen. Bei Erfolg solle er ab 2015 auch auf längere Nord-Süd-Verbindungen wie zum Beispiel Hamburg-Lörrach ausgeweitet werden. 2013 transportierte die Bahn auf dieser Strecke allein 35.000 Motorräder. Die bisherigen Autotransport-Wagons, die an einen Nachtzug mit Schlafwagen angekoppelt werden, gelten als überaltert. Ende 2017 will die Bahn das bisherige Konzept einstellen, auch wegen rückläufiger Fahrgastzahlen. 1999 beförderten die Autozüge noch eine halbe Millionen Fahrgäste. 2013 waren es 200.000.

Über dts Nachrichtenagentur

Anzeige