Berechnungen: Bald zu viel teure Netzkapazität für Offshore-Windparks

Berlin – Für die deutschen Offshore-Windparks wird schon in wenigen Jahren zu viel teure Netzkapazität zur Verfügung stehen. Das geht aus Berechnungen des Bremerhavener Marktforschungsinstituts Windresearch hervor, berichtet der „Spiegel“. Dieses prognostiziert demnach eine Überkapazität im Jahre 2020 von ein bis zwei Gigawatt.

„Im schlimmsten Falle könnten sogar überschüssige Netzanschlüsse von fünf Gigawatt bereitstehen“, so Windresearch-Analyst Dirk Briese. Als Grund nennt er Probleme beim Bau von Windparks, aber auch die Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes, mit der der Ausbau von Offshore-Windparks von zunächst 10 Gigawatt auf 6,5 Gigawatt bis 2020 reduziert wird. Die Kosten der nicht benötigten Anschlüsse werden dabei den Stromkunden über die Netzentgelte in Rechnung gestellt. „Wenn man hier nicht zügig gegensteuert, hat man schnell mehrere Milliarden Euro in den Sand gesetzt“, warnte die Grünen-Abgeordnete Bärbel Höhn.

Über dts Nachrichtenagentur

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