Behörden sehen Deutschland stark terrorgefährdet

Panzer der Bundespolizei, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Panzer der Bundespolizei, über dts Nachrichtenagentur

Berlin – Deutschland ist so stark gefährdet durch Anschläge von Terroristen wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Das berichtet „Bild“ (Dienstag) unter Berufung auf einen vertraulichen Bericht der Sicherheitsbehörden. In dem 40-seitigen Papier kommen die Sicherheitsexperten zu dem Schluss, dass „davon ausgegangen werden muss, dass jederzeit Anschläge unterschiedlicher Dimension und Intensität in der Bundesrepublik Deutschland möglich sind.“ „Bild“ zitiert einen hochrangigen Geheimdienst-Mitarbeiter mit den Worten: „Die Terrorgefahr in Deutschland ist so groß wie seit den RAF-Zeiten Ende der 70er-Jahre nicht mehr.“

Die größte Gefahr gehe dabei von Islamisten aus, denn „Deutschland liegt weiterhin im Fokus islamistisch-Terroristischer Bestrebungen.“ Dabei diene „Deutschlands Beteiligung am weltweiten Kampf gegen den islamistischen Terrorismus“ den Tätern als „Rechtfertigung terroristischer Aktivitäten“, heißt es in dem Papier. Zugleich wird gewarnt, dass „eine Eingrenzung denkbarer Zielobjekte und Personen dabei nicht möglich ist.“ Das bedeutet, die Sicherheitsbehörden rechnen jederzeit und an jedem Ort mit einem Anschlag in Deutschland. Als mögliche Täter nennt das Papier zum einen „weitgehend autark operierende Kleinstgruppen“ und „Einzeltäter die sich – zum Teil in rasanter Geschwindigkeit über das Internet – selbst radikalisieren und Anschläge selbstständig planen.“ Im Visier der der Sicherheitsbehörden sind daher besonders die 550 deutschen Muslime, die als „Heilige Krieger“ in den Nahen Osten gegangen sind. Mehr als 150 von ihnen sind inzwischen zurückgekehrt.

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