Bayerns Innenminister warnt vor Terror-Rückkehrern aus Syrien und Irak

Berlin – Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) sieht durch aus Syrien und dem Irak zurückkehrende Islamisten Menschenleben in Deutschland bedroht. „Von den Rückkehrern aus den Kampfgebieten des syrischen Bürgerkriegs oder des Irak geht eine akute Gefahr für die innere Sicherheit in Deutschland aus“, sagte Herrmann der „Welt“. Die in den Kampfgebieten radikalisierten Anhänger des „Islamischen Staats“ (IS) hätten teilweise Erfahrung im Umgang mit Sprengstoff und Waffen gesammelt.

„Zudem sind sie nach ihrer Rückkehr noch stärker radikalisiert und ihre Hemmschwelle für die Anwendung von Gewalt ist deshalb deutlich gesunken“, sagte Herrmann. Auch wenn bislang keine konkreten Pläne für Gewalttaten in Deutschland bekannt geworden seien, stehe zu befürchten, „dass die Syrien-Rückkehrer zu terroristischen Akten gegenüber Unschuldigen bereit und in der Lage sind“. Deutschland müsse diese Bedrohung sehr ernst nehmen, sagte der CSU-Politiker mit Verweis auf den Anschlag auf das Jüdische Museum in Brüssel. „Die Ausbreitung islamistisch-terroristischer Ideologien wie der ISIS gefährdet nicht nur die Bevölkerung im Nahen Osten, sondern auch ganz konkret Menschenleben in Deutschland.“ Nach den Erkenntnissen deutscher Sicherheitsbehörden sind bisher über 400 Personen in den Einflussbereich des IS in Syrien und Irak ausgereist. Ein Drittel dieser Islamisten sei mittlerweile wieder zurückgekehrt, sagte Hermann.

Über dts Nachrichtenagentur

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