Bayern verbessert Wohnraumförderung für Studierende weiter

Innenministerium Bayern | 18.01.2012 | 12-0126

Zum Jahresbeginn hat Innenminister Joachim Herrmann die Förderbeträge für Studentenwohnheime um sechs Prozent angehoben und somit die Förderbedingungen weiter verbessert. Für Studierende mit Kind können außerdem künftig bedarfsgerechte Eltern-Kind-Appartements gefördert werden. Familiennachwuchs soll nach den Worten des Ministers keinen Hinderungsgrund für das Studieren darstellen. Die Förderung erfolgt mit einem zins- und tilgungsfreien Baudarlehen, das bei bestimmungsgemäßer Belegung einem Zuschuss gleich kommt. Das Darlehen beläuft sich bei einer Belegungsbindung von 45 Jahren auf 26.500 Euro pro neu geschaffenem Wohnheimplatz. Für Eltern-Kind-Appartements erhöht sich die Förderung auf bis zu 39.750 Euro.
Schon bisher gehört Bayern nach Feststellungen des Deutschen Studentenwerks bei der Förderung von Studentenwohnheimen zur Spitzengruppe unter den Ländern. Im Entwurf für den Nachtragshaushalt 2012 sind 17,5 Millionen Euro Fördermittel eingeplant. Dieser Ansatz wird mit zehn Millionen Euro aus dem Bayerischen Wohnungsbauprogramm aufgestockt. „Wir wollen, dass in den nächsten Jahren noch deutlich mehr Wohnraum für unsere Studentinnen und Studenten geschaffen wird. Ich appelliere nochmals an die privaten Bauherren, sich neben den Studentenwerken verstärkt auf diesem Gebiet zu engagieren, damit die Wohnsituation der Studierenden noch weiter verbessert werden kann“ so Innenminister Herrmann.
In Bayern gibt es insgesamt rund 34.400 Plätze in staatlich geförderten Studentenwohnheimen. In Bau befinden sich weitere 1.000 Wohnheimplätze. In den nächsten beiden Jahren sollen noch einmal mindestens 2.000 neue Wohnheimplätze dazukommen. Derzeit sind neue Projekte in München, Neu-Ulm, Kempten, Erlangen, Nürnberg, Bamberg, Würzburg und Landshut geplant.

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