Bayern und Drogen – „Crystal darf nicht länger unterschätzt werden!“

Justizministerium Bayern | 26.01.2012 | 12-0197

Bayerns Justizministerin Dr. Beate Merk hält die wieder aufgeflammte Diskussion über die Legalisierung von Drogen wie Cannabis und Marihuana für völlig verfehlt: „Statt darüber nachzudenken, den Konsum von Haschisch zu legalisieren, sollten wir uns endlich dem Kampf gegen moderne Drogen widmen. Wir dürfen nicht zulassen, dass neue Substanzen wie das hoch gefährliche Crystal inzwischen ohne weiteres in Bayern zu bekommen sind!“
Die Droge kommt derzeit vor allem aus illegalen Laboren in Tschechien nach Bayern. Die Generalstaatsanwaltschaft Bamberg arbeitet deshalb bereits jetzt intensiv mit den tschechischen Kollegen zusammen, um den grenzüberschreitenden Handel effektiv zu bekämpfen. Merk: „Wenn die Drogendealer immer internationaler tätig werden, müssen auch wir bei der Strafverfolgung enger mit unseren Kollegen aus anderen Ländern zusammenarbeiten. Ich stehe deshalb schon in engem Kontakt mit dem tschechischen Justizminister. Wir bereiten gerade ein Treffen vor, bei dem wir Strategien erörtern wollen, wie wir den Schmuggel von Crystal weiter unterbinden können. Ich freue mich, dass ich dabei politische Unterstützung von Abgeordneten aus den grenznahen Gebieten wie Alexander König bekomme!“
Crystal ist die sich am stärksten verbreitende Droge in Bayern: Im Jahr 2009 stellte der bayerische Zoll 138 Gramm sicher, 2010 waren es schon 1200 Gramm und 2011 sogar rund 3,3 Kilogramm. Merk: „Diese Zahlen sind ein dramatisches Alarmsignal und zeigen mehr als deutlich, dass hier schnelles Handeln gefragt ist. Zum Schutz der Gesundheit unserer Bevölkerung, vor allem der Jugendlichen, bei denen die Modedroge besonders beliebt ist! Denn Crystal hat ein wesentlich höheres Suchtpotential als Ecstasy und ist gefährlicher als Heroin. Schon der erste Konsum der Droge kann abhängig machen – mit fatalen Folgen für die Gesundheit und das Leben der Betroffenen!“
Die Ministerin abschließend: „Crystal ist eine Horrordroge, deren Vormarsch wir stoppen müssen. Und das geht nur mit vereinten Kräften. Es wird höchste Zeit, dass sich die Politik mit diesem Thema beschäftigt und den Kampf gegen diese zerstörerische Droge aufnimmt!“

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