Bayern – Die Leitstelle als Lebensretter – Telefonreanimation in Bayern

Integrierte Leitstellen Bayern + 27.09.2013 + 13-1713

ILS-EinsatzplatzAls erstes Flächenbundesland hat Bayern landesweit in allen Integrierten Leitstellen (ILS) eine standardisierte Anleitung zur Telefonreanimation durch die Disponenten eingeführt. Besteht bei einem Notruf, der auf der Rufnummer 112 eingeht, der Verdacht auf einen Herzstillstand, wird nicht nur der nächstgelegene Notarzt und Rettungswagen disponiert und alarmiert, sondern der Anrufer erhält vom Leitstellendisponenten auch Anweisungen zur Ersten Hilfe. Somit kann das therapiefreie Intervall bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand erheblich verkürzt werden.

Der plötzliche Herztod ist eine der führenden Todesursachen in Deutschland. Die Bedeutung einer Laienreanimation für ein positives Outcome steht außer Frage. Jedoch ist die Hilfsbereitschaft von potenziellen Ersthelfern in Deutschland zur Durchführung einer Laienreanimation bei einem Herz-Kreislaufstillstand bereits vor Eintreffen des Rettungsdienstes mit lediglich 15% sehr gering. Beginnen Laien mit den Wiederbelebungsmaßnahmen, so steigt die Wahrscheinlichkeit für die Wiederherstellung eines Spontankreislaufes von 37% auf 50%.

Hier setzt die Telefonreanimation an, bei der die Anrufer vom Disponenten nach der Disposition bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes Anweisungen zur Ersten Hilfe erhalten. Dadurch können die Hilfsbereitschaft und auch die Überlebenswahrscheinlichkeit des Patienten deutlich gesteigert werden.

In der Integrierten Leitstelle Donau-Iller laufen derzeit die Vorbereitungen für das Projekt, teilweise haben die Mitarbeiter die entsprechenden Lehrgänge schon besucht und die technischen Voraussetzungen stehen. Ab Frühjahr 2014 wird auch die ILS Donau-Iller am Start sein.

Vielleicht haben SIE ja die Möglichkeit in Ihrer Jugendgruppe, im Betrieb, im Verein, im Frauenbund, in der Kirchengemeinde, im Sportverein, in der Feuerwehr, im THW usw. Ihre Bekannten zu aktivieren und einen Auffrischungskurs zu organisieren – das Bayerische Rote Kreuz hilft Ihnen gerne unter Telefon 08331/9531-0 weiter und unterstützt Sie.


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