Barbara Holzmann und Ursula Lax: Ihr Einsatz für Schwaben wurde mit der Bezirksmedaille geehrt

Bezirkstagspräsident Jürgen Reichert zeichnete Barbara Holzmann aus Immenstadt (links) und Ursula Lax aus Füssen (rechts) für ihr ehrenamtliches politisches Engagement im Schwäbischen Bezirkstag seit 1994 mit der Bezirksmedaille aus Foto: Bezirk Schwaben

Bezirkstagspräsident Jürgen Reichert zeichnete Barbara Holzmann aus Immenstadt (links) und Ursula Lax aus Füssen (rechts) für ihr ehrenamtliches politisches Engagement im Schwäbischen Bezirkstag seit 1994 mit der Bezirksmedaille aus – Foto: Bezirk Schwaben

Beide geben dem Bezirk Schwaben ein Gesicht und verkörpern seit 1994 „Frauenpower“ im Schwäbischen Bezirkstag – die Bezirksrätinnen Barbara Holzmann (Bündnis 90/Die Grünen) und Ursula Lax (CSU). Für ihr langjähriges Engagement im politischen Ehrenamt wurden die beiden Allgäuerinnen nun bei der jüngsten Sitzung des Schwabenparlaments ausgezeichnet.

Bezirkstagspräsident Jürgen Reichert überreichte ihnen die Bezirksmedaille, die höchste Ehrung, die der Bezirk Schwaben vergibt, und die nur auf Beschluss des Bezirkstages verliehen wird. Die beiden Politikerinnen sind seit 1994 im Bezirkstag aktiv und bilden mit dem Vöhringer Herbert Pressl das Trio der mittlerweile „dienstältesten“ Bezirksräte.

Die Diplom-Sozialpädagogin Barbara Holzmann war, wie sie sich selbst erinnerte in ihrer Dankrede, vor zwanzig Jahren als grünes Bezirkstagsmitglied eher ein „Outlaw“, zudem in der zweiten Amtsperiode Einzelkämpferin. 2004 übernahm sie die Funktion als stellvertretende Fraktionsvorsitzende und von 2008 bis 2014 als Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen. Ihr Fachwissen brachte die Oberallgäuerin, die seit 1982 im psychiatrischen Bereich arbeitet, in mehreren Ausschüssen, insbesondere aber im Sozial- und Psychiatrieausschuss des Bezirks sowie im Fachausschuss für Psychiatrie und Neurologie des Bayerischen Bezirketags ein. Bezirkstagspräsident Jürgen Reichert hob insbesondere die Fachkompetenz seiner Bezirkstags-Kollegin bei dieser Schwerpunktaufgabe des Bezirks hervor. „Als Sozialfachfrau setzte sie und setzt weiterhin wesentliche Impulse, insbesondere wenn es um die Weiterentwicklung sozialpsychiatrischer Versorgungsstrukturen geht“, würdigte Reichert das Wirken von Barbara Holzmann. „Der Bezirk muss Menschen, die in schwierigen Lebenslagen stecken, mit hoher Achtsamkeit begleiten – wir als Bezirksräte dürfen nicht nur in ökonomischen Grenzen denken“, betonte die Immenstädterin, „wenn wir uns für diese Menschen nicht einsetzen, verwirken wir unser politisches Mandat“.

Ebenso seit zwanzig Jahren im Einsatz für Menschen mit Behinderung und für Pflegebedürftige ebenso wie engagiert für das Allgäu und dessen Kultur ist Ursula Lax im Schwabenparlament aktiv. So ist die Füssenerin nicht nur im Kultur- und Europaausschuss, im Sozial- und Psychiatrieausschuss sowie im Werkausschuss für den Eigenbetrieb Irsee Mitglied, „sondern nimmt als meine weitere Stellvertreterin auch zahlreiche politische und repräsentative Termine wahr“, bedankte sich Bezirkstagspräsident Jürgen Reichert für den immensen Zeiteinsatz. Seit 2003 hat Ursula Lax diese Funktion als weitere stellvertretende Bezirkstagspräsidentin inne.

Als Stadträtin und Kreisrätin im Ostallgäu verbinde sie zudem idealerweise auch alle drei kommunalen Ebenen und habe so zum gegenseitigen Verständnis und guter Kommunikation bei fachlichen Berührungspunkten – beispielsweise bei der Ausgestaltung der Krankenhauslandschaft – mit beigetragen. Ursula Lax, die vom Beruf her Erzieherin ist, freute sich über die Anerkennung ihrer zwei Jahrzehnte währenden Arbeit im Bezirkstag. „Mir hat die sachliche und freundschaftliche Weise, wie wir hier für die Menschen in Schwaben zusammenarbeiten, immer viel Freude gemacht“, so die Füssenerin. Eines ihrer Hauptanliegen der vergangenen Jahre sei eine gute Ausgestaltung der integrativen Kindergärten gewesen, „hier können wir in Schwaben schon stolz auf eine gewisse Vorreiterrolle blicken“, betonte sie.

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