Ban Ki-moon und Merkel besorgt über "massive Flüchtlingsbewegungen"

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und UN-Generalsekretär Ban Ki-moon haben sich besorgt über die „massiven Flüchtlingsbewegungen“ gezeigt. „Man kann Menschen in Not nicht den Rücken zukehren“, sagte Ban am Dienstag nach einem Gespräch mit Merkel im Bundeskanzleramt. Der Generalsekretär der Vereinten Nationen lobte zugleich das Engagement der Kanzlerin in der Flüchtlingskrise: Merkel sei „die Stimme der Moral“, so Ban.

„Deutschland ist ein starker Anker für die weltweite Sicherheit. Ich bin Frau Merkel dankbar dafür, welche Führungsrolle sie übernommen hat.“ Die Kanzlerin beweise in der Flüchtlingskrise eine „große Führungsqualität“, so der UN-Generalsekretär weiter. Merkel betonte, dass es bei dem Gespräch mit Ban hauptsächlich um die Situation der Flüchtlinge gegangen sei. Allerdings habe sie mit dem UN-Generalsekretär nicht nur über „die Situation in und um Syrien“ gesprochen, sondern auch die Situation von Flüchtlingen auf dem afrikanischen Kontinent beleuchtet. Ban, dessen Amtszeit als UN-Generalsekretär zum Ende des Jahres endet, ist seit Montag auf Deutschland-Besuch: Neben dem Treffen mit Merkel standen auch Gespräche mit Bundestagspräsident Norbert Lammert und dem Vorsitzenden des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Norbert Röttgen (beide CDU), auf dem Programm des UN-Generalsekretärs. Am Dienstagnachmittag reist Ban nach Bonn und trifft dort mit Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) zusammen. Zudem will sich der Generalsekretär der Vereinten Nationen über die Arbeit der dort ansässigen UN-Organisationen informieren. Die frühere Bundeshauptstadt ist mittlerweile Sitz von 18 UN-Organisationen.

Ban Ki-moon und Angela Merkel am 08.03.2016, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Ban Ki-moon und Angela Merkel am 08.03.2016, über dts Nachrichtenagentur