Bahnvorstand fordert GDL zu Rückkehr an Verhandlungstisch auf

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Foto: Bahn-Zentrale, über dts Nachrichtenagentur

Berlin – Im sich zuspitzenden Tarifkonflikt bei der Deutschen Bahn hat Personalvorstand Ulrich Weber die Gewerkschaft der Lokomotivführer (GDL) zu einer Rückkehr an den Verhandlungstisch aufgefordert. „Ich setze darauf, dass alle Seiten kühlen Kopf bewahren“, sagte Weber mit Blick auf die angedrohten Streiks gegenüber der „Rheinischen Post“ (Mittwochausgabe). Die Lage sei verzwickt, aber eine Einigung am Verhandlungstisch definitiv möglich.

„Was mich ärgert, ist, dass die GDL schon zu Beginn von Verhandlungen droht“, so Weber. Sollte es zu einem Streik kommen, werde er nicht versuchen, diesen gerichtlich zu verbieten: „Das gehört nicht zu meiner Auffassung von Sozialpartnerschaft“, sagte der Bahn-Manager. Die GDL hatte die Gespräche über ein Kooperationsabkommen platzen lassen, mit dem geklärt werden sollte, welche der beiden Bahn-Gewerkschaften (EVG und GDL) für welche Beschäftigungsgruppe zuständig sein soll. Weber warnte davor, dass die GDL mit ihrem Nein zu einer Zusammenarbeit mit der EVG bei den Mitarbeitern Sympathien verspiele: „Die Frage ist, ob ein Geschäftsmodell der Alleingänge bei der DB zukunftsfähig ist. Das glaube ich eben nicht. Ich bin sicher, dass dieser Kurs auf kein Verständnis bei den Mitarbeitern stößt“, sagte Weber.

Über dts Nachrichtenagentur

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