Bär hofft auf „gute Zusammenarbeit“ mit Merkel-Vertrauter

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Digitalstaatsministerin Dorothee Bär (CSU) sieht sich durch die Beförderung der Kanzler-Vertrauten Eva Christiansen nicht von Angela Merkel (beide CDU) ausgebootet. „Die Aufgabenverteilung zwischen einer Abteilungsleiterin und einer Staatsministerin ist ja relativ eindeutig“, sagte Bär der „Welt“ (Online-Ausgabe). „Es gibt die politische Ebene und die Arbeitsebene.“

Aus einer guten Zusammenarbeit beider kämen gute Ergebnisse. „Frau Christiansen leitet die Abteilung Digitalisierung. Ich greife bei meiner Arbeit auf ihre, aber nach Bedarf auch auf alle anderen Abteilungen des Bundeskanzleramts zu“, stellte Bär klar. Anfang der Woche war bekannt geworden, dass Merkel im Kanzleramt eine Abteilung für ihre enge Vertraute Christiansen schaffen will. Christiansen wird die neu gegründete Abteilung 6: Politische Planung, Innovation und Digitalpolitik leiten. Das wird im politischen Berlin als Kampfansage der Kanzlerin an Innenminister Horst Seehofer und seine CSU verstanden. Denn die Digitalpolitik sollte eigentlich von Staatsministerin Bär betrieben werden. Das hatte Seehofer gegenüber Merkel durchgesetzt.

Bundeskanzleramt, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Bundeskanzleramt, über dts Nachrichtenagentur