Bad Wörishofen – Polizei setzt Stadionverbot durch

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Symbolbild

Am Freitagabend, 26.02.2016, war die Polizeiinspektion Bad Wörishofen mit einem erhöhten Kräfteansatz am Eisstadion im Einsatz. Dort wurde um 20 Uhr die Landesliga-Partie im Eishockey zwischen dem EV Bad Wörishofen und dem ESV Burgau ausgetragen.

Im Vorfeld dieser Begegnung war eine Burgauer Jugendgruppe von der Stadt und dem Eislaufverein Bad Wörishofen mit einem Stadionverbot belegt worden. Grund waren Störungen und Zwischenfälle bei anderen Auswärtspartien des ESV Burgau in dieser Saison, für die diese Jugendgruppe mitverantwortlich war. Der schwerwiegendste war am 14.02.2016 im oberbayerischen Trostberg zu verzeichnen, wo im dortigen Stadion aus dieser Gruppe heraus eine Rauchbombe gezündet wurde, was die kurzfristige Teilräumung des betroffenen Zuschauerbereichs zur Folge hatte. Der Verursacher dafür konnte bis heute noch nicht ermittelt werden.
Bereits beim letzten Auswärtsspiel vergangenen Sonntag hatte Oberstdorf im Allgäu ein solches Verbot gegen diese Gruppe verhängt. Nach einer Besprechung zwischen Verein und Sicherheitsbehörden Anfang der Woche wurde für das Spiel in der Kneippstadt die gleiche Entscheidung gefällt.
Nachdem das Stadionverbot der Gruppe eröffnet worden war, konnte trotz ständigem Kontakt zwischen Polizei und deren Mitgliedern nie eine klare Akzeptanz dafür in den Gesprächen erkannt werden. Zur Überwachung und Durchsetzung war deshalb für den Spieltag eine erhöhte Polizeipräsenz angeraten. Tatsächlich erschienen kurz vor Spielbeginn drei Personen im Alter zwischen 17 und 18 Jahren aus dieser Gruppen und wollten zum Spiel ins Stadion. Nachdem deren Personalien festgestellt worden war, wurde ein Platzverweis erteilt, der auch ohne weiteren Widerspruch hingenommen wurde. Weitergehende polizeiliche Maßnahmen waren dann nicht mehr notwendig.
Die Spielaustragung im Stadion verlief vor rund 100 Zuschauern absolut störungsfrei.