Bad Grönenbach – Verfolgungsjagd endet an Hotelmauer – drei Einsatzwagen beschädigt

Lkrs. Unterallgäu/Bad Grönenbach | 23.01.2012 | 12-0168

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Mit der Vorführung beim Haftrichter endet der Versuch eines 20-jährigen Mannes einer Anhaltung durch eine Polizeistreife zu entgehen. Die Beamten der Polizeiinspektion Memmingen wollten am Montag, 23.01.2012, kurz nach 16 Uhr, einen schwarzen Alfa Romeo in Bad Grönenbach einer allgemeinen Verkehrskontrolle unterziehen. Statt der Anhalteaufforderung Folge zu leisten setzte der Fahrer seine Fahrt  fort. Hierbei durchquerte der Fahrer mit massiv überhöhter Geschwindigkeit den verkehrsberuhigten Bereich von Bad Grönenbach und nötigte Fußgänger zur Seite zu springen.  Im weiteren Verlauf flüchtete der Fahrer des Alfa Romeo über Nebenstrecken nach Woringen. Im Verlauf der Fahrt wurden wiederholt entgegenkommende Fahrzeuge durch die rücksichtslose Fahrweise des Mannes zu Ausweichmanövern und starken Bremsmanövern gezwungen. In Woringen wurde möglicherweise ein entgegenkommendes Fahrzeug durch den Flüchtenden touchiert. Weitere Fahrzeugberührungen gab es im Verlauf des Vorfalls als die nachfahrende Streife den Alfa Romeo überholen wollte und dieser das Einsatzfahrzeug rammte um es abzudrängen. Die Flucht endete schließlich in Bad Grönenbach.


 
Hier umfuhr der 20-Jährige zunächst eine Straßensperre der Polizei über einen Fahrradweg und nötigte einen Beamten dabei zur Seite zu springen, um nicht von dem Fluchtfahrzeug erfasst zu werden. Nach diesem Vorfall flüchtete der Mann mit hoher Geschwindigkeit über einen kaum befahrbaren Feldweg. Als der Alfa Romeo auf die rückwärtige Mauer eines Hotels zufuhr, ließ sich der Fahrer kurz vor dem Aufprall aus dem fahrenden Auto fallen. Das Fahrzeug prallte gegen die Mauer, wodurch eine 14-Jährige, die mit zwei anderen Personen im Fahrzeug saß, schwer verletzt wurde. Der Fahrer setzte seine Flucht zu Fuß fort, konnte jedoch nach mehreren hundert Metern von zwei Beamten des Kriminaldauerdienstes (KDD) Memmingen festgenommen werden. An den Dienstfahrzeugen, zwischen denen es aufgrund des abrupten Ende der Verfolgung ebenfalls zu einer Berührung kam, entstand unter anderem aufgrund des schlechten Zustandes des Feldweges und den Berührungen beim Versuch den Flüchtenden zu überholen ein massiver Sachschaden. Der Grund für die Flucht stand nach der Personalienfeststellung des Mannes schnell fest – dieser war den Beamten nicht nur als Intensivtäter bekannt, sondern war in letzter Zeit bereits wiederholt wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis aufgefallen. Zudem  war  das Fahrzeug gestohlen und der 20-Jährige alkoholisiert. Zu guter Letzt drohte dem Mann auch noch der Antritt einer mehrjährigen Haftstrafe.  Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Memmingen wird er am Dienstag, 24.01.2012, dem Haftrichter vorgeführt. Die Polizeiinspektion Memmingen bittet unter Telefon 08331/1000 gefährdete Verkehrsteilnehmer und Zeugen, die Angaben zu gefährdeten Personen machen können, sich zu melden.

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