Babenhausen – Großübung am Alten- und Seniorenheim

Übg-Bab-23-09-14-039

Einstzübung am Alten- und Seniorenheim – Foto: wis

Bis zur Landkreisreform im Jahre 1972 war es völlig normal, dass die Feuerwehr Illertissen, Lkrs. Neu-Ulm, bei Bränden nach Babenhausen ausrückte, dann herrschte über Jahrzehnte „Funkstille“, und seit der Einrichtung der Integrierten Leitstelle „Donau-Iller“ gibt es nun für die Feuerwehren keine politischen Grenzen mehr.

Benötigt man in Babenhausen neben der eigenen eine zweite Drehleiter, so wird die Feuerwehr Illertissen alarmiert, denn der Anfahrtsweg aus Memmingen ist um fünf Kilometer länger. So war es auch bei der Großübung, zu der am Dienstag Abend, 23.09.2014, die Feuerwehren aus Babenhausen, Klosterbeuren, Kirchhaslach und Illertissen zum Kreis-Seniorenwohnheim St. Andreas an den Espachplatz in Babenhausen gerufen wurden.

Kommandant Roland Schliefer hatte ein umfangreiches Szenario vorbereitet, demzufolge von einem Dachstuhlbrand ausgegangen werden musste. Zunächst wurden mehrere Asylbewerber aus ihrer Unterkunft in einem Teilbereich des Heimes geholt, und gleichzeitig gingen mehrere Trupps unter Atemschutz ins Gebäude vor, um weitere gefährdete Personen – von Feuerwehranwärtern dargestellt – zu retten. Vier Aktive der Feuerwehr Klosterbeuren stiegen dazu über die Illertisser Drehleiter in den dritten Stock auf, während auf anderen Seiten des Gebäudekomplexes über Schiebeleiter vorgegangen wurde. Parallel dazu wurden Löschmaßnahmen vorbereitet.

Als schließlich 27 „Vermisste“ als gerettet bei der Einsatzleitung gemeldet waren, konnte die Übung beendet werden. Kreisbrandinspektor Jakob Schlögel und Kreisbrandmeister Tobias Hiller gingen bei der Abschlussbesprechung auf technische Details ein und lobten die gute Zusammenarbeit aller sechzig Einsatzkräfte. Bürgermeister Otto Göppel schloss sich den Dankesworten von Kommandant Roland Schliefer an, wobei auch er die gut koordinierte grenzüberschreitende Arbeit aller Beteiligten würdigte.

 

Anzeige