B312- Planungen für die Ortsumfahrung Ochsenhausen schreiten voran

B-312Auch wenn es für Außenstehende in den letzten Wochen und Monaten etwas ruhig um die Ortsumfahrungen Ringschnait, Ochsenhausen, Erlenmoos und Edenbachen geworden zu sein scheint, so arbeiten Landratsamt, IHK Ulm, die Städte Biberach und Ochsenhausen sowie die Gemeinde Erlenmoos im Hintergrund sehr intensiv an den weiteren Planungen zum Ausbau der B 312 zwischen Biberach und Memmingen.

Vor wenigen Wochen übergab das Landratsamt die Ergebnisse der Voruntersuchungen zur Vorzugsvariante dem Regierungspräsidium und dem Ministerium für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg. Bei dieser Besprechung wurden auch Überlegungen zum anstehenden Raumordnungsverfahren (ROV) angestellt, das im Frühjahr 2015 eingeleitet werden soll.

Neben der Linienbestimmung soll mit dem ROV insbesondere auch die Bedeutung der Entwicklungsachse der B 312 zwischen Riedlingen und Memmingen verdeutlicht werden. Diese Achsenbildung ist auch ein wichtiges Argument zur Aufnahme der B 312 in die Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplans 2015. Zusammen mit der B311 stellt diese Verbindung zudem die einzige West-Ost-Achse im Süden Baden-Württembergs dar, die in Memmingen auch an die A96 anschließt und somit weiter bis nach München führt.

In diesem ROV gehen unter anderem die Ergebnisse der Umweltverträglichkeitsprüfung ein, sie werden vertieft und der grobe Linienverlauf der Straße wird festgelegt. Die daraus hervorgehende Vorzugslinie wird anschließend konkretisiert und ausgeplant. Es ist ein sehr breit angelegtes Verfahren, das vor allem bei Großprojekten angewandt wird. Unter anderem prüft das ROV auch alle ökologischen, wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Aspekte, die mit dem Bau der Straße verbunden sind. Die Öffentlichkeit wird umfassend mit eingebunden. Um die wirtschaftlichen Auswirkungen Aspekte zu beleuchten, haben sich die Verfahrensbeteiligten darauf verständigt, die ökonomischen Auswirkungen der geplanten Ortsumfahrung B 312 Ringschnait, Ochsenhausen, Erlenmoos nach Edenbachen durch die PROGNOS AG untersuchen zu lassen. Mit den endgültigen Ergebnissen dieser Teilstudie ist Ende des Jahres zu rechnen.

„Planerisch“, so die übereinstimmende Meinung der Spitzenvertreter von Landratsamt, IHK, den Städten Biberach und Ochsenhausen sowie der Gemeinde Erlenmoos, „sind wir auf einem guten Weg.“ Mit den Vorbereitungsarbeiten für die Einleitung des Raumordnungsverfahrens komme man zügig und konsequent voran. Man sei im vorgenommenen Zeitplan. Parallel dazu müsse man aber alles dafür tun, dass die Gesamtmaßnahme in der Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplans 2015 durch den Bund berücksichtigt werde.

 

Hintergrund: Vorzugsvariante

Die Vorzugsvariante verläuft südlich um Ringschnait und geht dann auf die bestehende B 312 zurück. Ochsenhausen, Erlenmoos und Edenbachen sollen jeweils nördlich umfahren werden. Die Vorzugsvariante ist 13,8 Kilometer lang und kostet nach ersten Prognosen rund 100 Millionen Euro. Davon entfallen rund 65 Millionen Euro für Brücken und andere Bauwerke an, die aufgrund der Topographie notwendig sind.

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