B30-Ulm – Drei Tote, drei Schwer- und zehn Leichtverletzte

B30-Donaustetten + 01.01.2013 + 13-0006

01-01-2013 b30 donaustetten vu zwiebler new-facts-eu

Nach dem schweren Verkehrsunfall mit zwölf Fahrzeugen auf der B 30 bei Ulm, bei dem in der Neujahrsnacht, 01.01.2012, drei Menschen ums Leben gekommen sind (wir berichteten), dauern die Ermittlungen und die Suche nach der Unfallursache an.

In der Nacht zu Neujahr waren die Fahrzeuge auf der insgesamt vierspurig ausgebauten Bundesstraße aus Richtung Biberach in Richtung Ulm unterwegs. Nach dem Anschluss Ulm-Donaustetten, auf Höhe von Ulm-Gögglingen, prallten gegen 1.15 Uhr nacheinander zwölf Autos ineinander. Dabei kam ein 80-jähriges Ehepaar aus Ulm ums Leben, das mit einem Opel unterwegs war, ebenso ein 20-Jähriger aus dem Landkreis Biberach, der Mitfahrer in einem Citroen war. Sie alle verstarben noch an der Unfallstelle.
Drei Menschen aus dem Landkreis Biberach trugen schwere Verletzungen davon: Eine 18-jährige Opelfahrerin sowie ein 31-jähriger Renaultfahrer und dessen 29-jähriger Beifahrer. Diese drei Verletzten brachte der Rettungsdienst in Kliniken. Die Feuerwehr Ulm baute an der Unfallstelle ein Notfallzelt auf, in dem Betroffene versorgt und betreut wurden. Dreizehn Personen brachte ein Bus der Ulmer Feuerwehr ins Krankenhaus. Wie die Untersuchungen zeigten, hatten zehn von ihnen tatsächlich leichte Verletzungen erlitten, drei erwiesen sich glücklicherweise als unverletzt.

Neben zahlreichen Polizeistreifen aus Ulm, Neu-Ulm und Laupheim waren sechs Notärzte sowie zahlreiche Helfer des Rettungsdienstes mit insgesamt 14 Fahrzeugen im Einsatz. Vier Notfallseelsorger betreuten Betroffene und unterstützten die Polizei bei der schweren Aufgabe, den Angehörigen der Getöteten die Todesnachricht zu überbringen. 
An dem Unfall waren Autos aus dem Stadtkreis Ulm, dem Ostalbkreis sowie den Landkreisen Biberach, Neu-Ulm, Günzburg und Sigmaringen beteiligt. Nach einer ersten Schätzung summieren sich die Sachschäden auf rund 250.000 Euro. Die Polizei musste die B 30 mit tatkräftiger Unterstützung der Straßenmeisterei Ulm in beiden Fahrtrichtungen sperren und eine örtliche Umleitung einrichten. Noch in der Nacht begannen die Ermittler an der mehrere Hundert Meter langen Unfallstelle Spuren zu suchen und zu sichern. Zudem band die Staatsanwaltschaft Ulm einen Sachverständigen in die Ermittlungen ein, um den Unfallhergang zu klären. Die Experten setzten die Spurensuche bei Tageslicht intensiv fort, dazu fertigte ein Polizeihubschrauber am Neujahrsmorgen auch Luftaufnahmen. Nach der Spurensicherung konnte am frühen Nachmittag die Bergung der Fahrzeuge und anschließend die Reinigung der Fahrbahn beginnen. Diese Arbeiten und die Sperrung dauerten auch am Nachmittag des Neujahrstages an.

Nun gilt es für die Ermittler und den Sachverständigen, die gesicherten Spuren auszuwerten, zu vergleichen und zu bewerten sowie die zahlreichen Beteiligten und Zeugen zu befragen, um Aufschluss über den noch unklaren Unfallhergang zu erhalten. Dabei wird auch geprüft, ob der Nebel in dieser Nacht zu dem Unfall beigetragen hat.


Foto: Zwiebler


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