B28 – Willstätt – Lkw-Unfall, Gefahrgut geladen, aber keine Kennzeichnung

B28 – Willstätt (Lkrs. Offenburg) | 13.03.2012 | 12-0575

UPS, warum berichtet new-facts über einen Lkw-Unfall, der rund 300 km von uns weg passiert ist!? Lest den Beitrag und ihr werdet merken, UPS das kann auch ganz schnell bei uns passieren.

DSC 0446Ein Lkw mit Anhänger, der auf der B28 von der Autobahn Kehl unterwegs war, kam am Dienstag Morgen, 13.02.2012, gegen 3.26 Uhr, aus bisher ungeklärter Ursache Höhe Willstätt von der Fahrbahn ab, durchbrach den Fahrbahnteiler aus Beton und stürzte um. Die Bundesstraße musste in beiden Richtungen gesperrt werden. Der Fahrer wurde bei dem Unfall leicht verletzt, andere Fahrzeuge waren in den Unfall nicht verwickelt.

Nach ersten Informationen ging man davon aus, dass der Lkw Möbel geladen hatte. Zwischen 30 bis 50 Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Bergungsunternehmen waren im Einsatz. Gemeinsam wurde daran gearbeitet, die Zugmaschine und den Anhänger wieder aufzustellen und die beschädigte Fahrbahntrennung zu reparieren. Die ausgelaufenen Betriebsstoffe der Zugmaschine führten dazu, dass rund um die Unfallstelle Erdreich abgetragen werden musste. Das war der Stand um 9.00 Uhr morgens.

DSC 0308Nach der Bergung des Lkw mit Anhänger wurde dann festgestellt, dass die Ladung nicht aus Möbeln bestand wie zuvor angenommen, sondern neben Verpackungsmaterialien und Rasenmähern auch aus einem nicht unerheblichen Ladungsanteil an gefährlichen Flüssigkeiten, die dem Gefahrgutrecht (ADR) unterliegen. Dies war – entegegen den geltenden Vorschriften – für die eingesetzten Kräfte von außen nicht ersichtlich. Die orangefarbenen Gefahrgutwarntafeln waren am Fahrzeug nicht geöffnet, bzw. nicht vorhanden.

Zum Glück wurden im Verlauf des Unfalls keine Behälter beschädigt, sie konnten durch die Feuerwehr und das Bergungsunternehmen aufgenommen und abtransportiert werden.

Nach ersten Erkenntnissen der ermittelnden Beamten kann menschliches Versagen nicht ausgeschlossen werden. Der 30-jährige Fahrer eines deutschen Transportunternehmens muss nun mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen.

… wie gesagt, das kann überall passieren!

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