B28-Senden – Drei Ersthelfer bei Unfall schwer verletzt. einer erliegt seinen schweren Verletzungen

Rettungshubschrauber-Beladung

Symbolbild

Montag Vormittag, 08.06.2015, ereignete sich gegen 9.30 Uhr, ein folgenschwerer Verkehrsunfall auf der B28 zwischen den Autobahndreieck Hittistetten und der Anschlussstelle Senden in Fahrtrichtung Ulm, bei dem ein Mann verstarb und vier weitere Personen schwer verletzt wurden.

Eine 51-jährige Autofahrerin verlor nach derzeitigem Kenntnisstand etwa einen Kilometer vor der Ausfahrt Senden bei Starkregen die Kontrolle über ihr Fahrzeug, als sie nach einem Überholmanöver wieder nach rechts einscheren wollte. Ihr Pkw kam nach rechts von der Fahrbahn ab, prallte dort gegen die Böschung und schleuderte anschließend wieder auf die Fahrbahn zurück.

Daraufhin hielten drei Fahrzeuge mit vier Ersthelfern an, um die schwerverletzte 51-Jährige aus ihrem Fahrzeug zu befreien. Eine 25-jährige Autofahrerin erkannte dies offensichtlich zu spät und fuhr in die Unfallstelle, wobei sie drei Ersthelfer erfasste. Darunter befand sich auch ein 48-jähriger Mann, der noch an der Unfallstelle seinen Verletzungen erlag. Die beiden anderen Ersthelferinnen im Alter von 44 und 52 Jahren wurden mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Die 25-Jährige erlitt einen Schock und befindet sich ebenfalls in einem Hospital.

Zur genaueren Feststellung der Unfallumstände wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Memmingen ein Unfallanalytiker mit der Erstellung eines Gutachtens beauftragt.

Zwischenzeitlich bestand der Verdacht, dass ein möglicherweise verletzter Unfallbeteiligter von der Unfallstelle davon gerannt sei. Die Fahndungsmaßnahmen nach dieser Person konnten jedoch mittlerweile beendet werden. Es stellte sich nämlich heraus, dass es sich bei dieser Beobachtung um einen unverletzten Ersthelfer gehandelt hatte, der kurzzeitig die Böschung an der Unfallstelle nach oben gerannt war.

Die B 28 wurde für die Unfallaufnahme und die Rettungsarbeiten, bei der auch ein Rettungshubschrauber beteiligt war, in Fahrtrichtung Ulm komplett gesperrt. Die Vollsperrung wird die Straßenmeisterei Vöhringen erst aufheben können, sobald der Unfallgutachter die Untersuchungen beendet hat.

Die Autobahnpolizei Günzburg schätzt den Sachschaden auf ca. 10.000 Euro.

Neben den Einsatzkräften der Polizei, waren auch der Rettungsdienst und die Feuerwehren aus Senden, Neu-Ulm und Weißenhorn mit zahlreichen Helfern vor Ort.