Autor Salman Rushdie nennt Trumps Berater "Rassisten und Heuchler"

London (dts Nachrichtenagentur) – Der britisch-indische Schriftsteller Salman Rushdie lehnt einen Dialog mit den Beratern von US-Präsident Donald Trump grundsätzlich ab: „Das sind Rassisten und Heuchler, ich glaube nicht, dass wir uns mit denen treffen sollten“, sagte Rushdie der „Welt“ im Rahmen eines Interviews für die europäische Zeitungsallianz LENA. Er halte es auch nicht für wichtig, die Wähler Trumps „zu verstehen oder sich mit ihnen zu versöhnen“, so Rushdie weiter. Interessant sei, dass „die jungen Leute, die zweimal Obama gewählt haben“, diesmal zu Hause geblieben seien. „Wir müssen deshalb herausfinden, wie wir diese Menschen wieder mobilisieren können“, sagte der Autor.

An die Adresse der Medien und der Intellektuellen sagte Rushdie: „Wir haben diesen irrationalen Hass gegen Hillary Clinton nicht begriffen, die Tatsache, dass viele keinen weiblichen Präsidenten wollten, und schon gar nicht Clinton.“ Er habe erlebt, wie bei der „New York Times“ „noch drei Stunden vor dem Wahlsieg von Trump“ über Hillary als Präsidentin diskutiert worden sei. Der Titel der Morgenausgabe habe schon festgestanden: „Madame President“. Rushdie weiter: „Es ist schon ungewöhnlich, dass es so kurz vorher wirklich niemand hat kommen sehen.“

Donald Trump, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Donald Trump, über dts Nachrichtenagentur