Auswärtiges Amt kritisiert erneut Hinrichtungen im Iran

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung im Auswärtigen Amt, Bärbel Kofler (SPD), hat erneut die Hinrichtungen von zum Tatzeitpunkt Minderjährigen im Iran kritisiert. Sie sei zutiefst schockiert, dass der Iran am Dienstag einen jungen Iraner hingerichtet hat, erklärte Kofler am Mittwoch. Der junge Iraner „war zum Zeitpunkt der ihm vorgeworfenen Tat erst 15 Jahre alt“, so die Menschenrechtsbeauftragte.

„Seine Hinrichtung ist damit ein völlig inakzeptabler Bruch des Völkerrechts! Sein Anwalt war nicht von der bevorstehenden Hinrichtung informiert worden.“ Dies sei in diesem Jahr bereits mindestens die zweite Hinrichtung eines zur Tatzeit Minderjährigen im Iran, so die SPD-Politikerin. „Diese Hinrichtungspraxis muss aufhören! Iran hat sowohl die UN-Konvention über die Rechte des Kindes als auch den Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte ratifiziert, die beide die Hinrichtung zum Tatzeitpunkt Minderjähriger verbieten.“

Auswärtiges Amt, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Auswärtiges Amt, über dts Nachrichtenagentur