Außenhandelspräsident Börner kritisiert geplanten EZB-Anleihekauf

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Berlin – Vor dem Hintergrund der bevorstehenden EZB-Entscheidung zu einem Aufkaufprogramm von Staatsanleihen hat der Präsident des Bundesverbandes Groß- und Außenhandel, Anton Börner, vor einer weiteren Lockerung der Geldpolitik im Euro-System gewarnt. Stattdessen forderte Börner weitreichendere Reformanstrengungen in den Krisenländern der Eurozone. „Die sogenannten Warmwasserländer müssen endlich hart sanieren“, sagte Börner gegenüber „Bild“ (Montag).

Bei einem niedrigen Euro würden Länder wie Italien, Spanien, Griechenland oder Frankreich dies niemals tun. „Sie verstehen nur die harte Sprache und harte Taten der Kapitalmärkte“, fügte Börner an. Der EZB-Rat kommt am Donnerstag in Frankfurt zusammen und könnte über ein Ankaufprogramm für Staatsanleihen in Milliardenhöhe entscheiden.

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