Augsburg – Kunstwerke des Diözesanmuseums St. Afra werden in neuem reich bebilderten Katalog vorgestellt

Augsburg | 02.12.2011 | 11-1544

Der erste Katalog über alle ausgestellten Kunstwerke des Augsburger Diözesanmuseums St. Afra ist soeben erschienen. Auf 344 Seiten werden fast 200 Exponate des Museums präsentiert und ausführlich beschrieben. Die Recherchen in Archiven und Bibliotheken durch Melanie Thierbach, Leiterin des Diözesanmuseums, sowie Renate Mäder und Kathrin Rottmann ergaben nicht nur grundlegende und neue Erkenntnisse über Kunstwerke des Museums, sondern es kontne auch der fast 1000-jährigen Geschichte des Augsburger Domes das ein oder andere Puzzleteil hinzugefügt werden. Der Katalog ist ein ideales Weihnachtsgeschenk, für alle diejenigen, die sich über wertvolle Kunstgegenstände im Bistum Augsburg und darüber hinaus interessieren.

 

Anlass für die reich bebilderte Festschrift war der 75-jährige Geburtstag und die Emeritierung von Weihbischof Josef Grünwald in diesem Jahr, der seit 1999 Bischofsvikar für den Bereich Kirche und Kultur war und somit für das Diözesanmuseum zuständig war.

Bei den einzelnen Exponaten wurde versucht, den oft spannenden Weg bis in die bischöfliche Sammlung nachzuverfolgen. Ergänzend zu den Abbildungen und kunsthistorischen Darstellungen, finden sich jeweils ausführliche Bibliografien und Quellenangaben als Basis weiterer Erforschung der umfangreichen Sammlung.
Dabei folgt der Katalog dem Konzept des Museums: Zunächst wird das ganze Bistum anhand ausgewählter Exponate präsentiert, dann die Geschichte der Augsburger Bischöfe mit exemplarischen Porträts und schließlich die Bistumsheiligen Ulrich, Afra und Simpert vorgestellt.
Weiter widmet sich der Katalog dem Themenbereich der Liturgie und den entsprechenden wertvollen Kunstwerken in den Kategorien „Christlicher Altar“, „Liturgisches Gerät“, „Liturgische Gewandung“ und „Liturgische Handschrift“.
Einige der gezeigten liturgischen Geräte werden dabei nach wie vor im Dom verwendet und stehen somit nicht nur für die enge Verbindung von Dom und Museum, sondern auch für die Lebendigkeit und Aktualität der hier aufgearbeiteten Sammlung.

Aber auch herausragende Schmuckstücke aus anderen Augsburger Kirchen wie St. Ulrich und Afra, St. Moritz oder etwa das bedeutende „Ostensorium“ für das „Wunderbarliche Gut“ aus Heilig Kreuz, das sich im Abschnitt „Reliquien und Reliquiare“ findet, runden die Sammlung ab. Diese Exponate erlauben wertvolle Einblicke nicht nur in die Kunstgeschichte, sondern auch in Bereiche wie Kunsthandwerk, Kirchenmusik und frommes Brauchtum des Bistums Augsburg.

Die ins Museum integrierten Ausgrabungen der Stadtarchäologie lassen die Entwicklung von der Wohnbebauung in spätrömischer Zeit über den karolingischen Dom bis hin zur ottonischen Domklosteranlage an diesem Ort nachvollziehen.

Die diözesane Sammlung beschränkt sich dabei keineswegs nur auf regionale Kunstgegenstände. Beispielsweise hat das ottonische Bronzeportal, die Funeralwaffen Kaiser Karls V. oder die beiden Ulrichsgewänder europäische Bedeutung. Der kostbare Seidenstoff der Ulrichskasel stand übrigens für die Einbandgestaltung Pate.

Der Katalog des Diözesanmuseums St. Afra ist erhältlich im Diözesanmuseum St. Afra, Kornhausgasse 3-5, 86152 Augsburg zum Preis von 29 Euro.

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