Asselborn: Israels Angriffe auf UNO-Schulen sind ein Verbrechen

Israelisches Kriegsschiff vor dem Gaza-Streifen, Israel Defense Forces, Lizenztext: dts-news.de/cc-by
Foto: Israelisches Kriegsschiff vor dem Gaza-Streifen, Israel Defense Forces, Lizenztext: dts-news.de/cc-by

Luxemburg – Der luxemburgische Außenminister Jean Asselborn hat scharfe Kritik am Vorgehen Israels im Gazastreifen geäußert: Das Land habe das Recht sich gegen Angriffe zu verteidigen, aber „dabei Zivilisten aus einer Pufferzone zu vertreiben, sie dann zu bombardieren, wenn sie in UNO-Schulen sind, das ist ein Verbrechen, ich kenne kein anderes Wort dafür“, sagte Asselborn im Interview mit dem „Deutschlandfunk“. „Es ist unerträglich, es ist abstoßend, es ist unmenschlich, was da in Gaza geschieht. Israels Regierung, Israels Armee maßen sich Rechte an, die gegen alle internationalen Standards verstoßen.“

Der Gazastreifen sei bis zum Kriegsbeginn ein Gefängnis gewesen, nun werde es zu einem „Friedhof, auf dem die elementarsten Menschenrechte begraben werden“. Es müsse ein Aufruf zum Ende der Gewalt in der Region aus Europa kommen, so Asselborn weiter. In Israel wiederum müsse es ein „radikales Umdenken“ geben. Ohne einen palästinensischen Staat könne Israel nicht in Sicherheit leben. Unterdessen hat Israel eine humanitäre Waffenruhe angekündigt. Diese soll am Montag um 09:00 Uhr deutscher Zeit beginnen und sieben Stunden dauern. In dieser Zeit könnten Hilfsgüter in den Gazastreifen gebracht werden.

Über dts Nachrichtenagentur

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