Arbeitsmarkt trotzt der schwachen Konjunktur

Frankfurt – Deutschland steckt womöglich wegen der Ukraine-Krise schon mitten in einer kleinen Rezession – und völlig überraschend stoppen die Frühindikatoren für den Arbeitsmarkt ihre monatelange Talfahrt. Das vom Münchener Ifo-Institut für das „Handelsblatt“ (Mittwochausgabe) berechnete Beschäftigungsbarometer stieg im August um einen Zähler auf jetzt 107 Indexpunkte. Zuvor war der Index fünf Monate in Folge gefallen.

„Wesentlicher Treiber waren die Dienstleister“, sagte Ifo-Experte Klaus Wohlrabe, der die monatliche Befragung von 9 .500 Unternehmen nach ihren Beschäftigtenplanungen für die nächsten drei Monate betreut. Diese seien meist binnenwirtschaftlich orientiert und damit weniger von der Weltpolitik betroffen. Dagegen sank die Einstellungsbereitschaft der Industrie den dritten Monat in Folge. Ifo befragt die Firmen nach ihren Beschäftigungsplanungen für die kommenden drei Monate.

Über dts Nachrichtenagentur

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