AOK-Chef Graalmann will Kliniken für ambulante Versorgung öffnen

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Berlin – Der Vorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Jürgen Graalmann, fordert, die in Deutschland bestehende Trennung zwischen der ambulanten und stationären Versorgung aufzuheben und die Kliniken für alle Patienten zu öffnen. „Künftig darf es für die Patienten keinen Unterschied machen, ob sie zu einem Arzt gehen, der sie ambulant in der Klinik behandelt, oder zu einem niedergelassenen Facharzt“, sagte Graalmann der „Frankfurter Rundschau“ (Donnerstagsausgabe). Die Versicherten verstünden doch gar nicht, warum sie nicht einem guten Arzt aufsuchen könnten, der in einem Krankenhaus tätig sei.

„Wir müssen die strikte Trennung zwischen dem ambulanten und dem stationären Sektor aufheben“, sagte er. Auch die Planung müsse für beide Bereiche zusammen vorgenommen werden. „Wir leisten uns sich uns heute den Luxus, den Bedarf an Krankenhäusern und niedergelassenen Ärzten isoliert voneinander zu planen. Das ist anachronistisch“, betonte Graalmann. Er sprach sich zudem für eine stärkere Spezialisierung der Krankenhäuser aus. Es gehe nicht darum, ganze Kliniken zu schließen. „Aber wir brauchen eine Spezialisierung in der Form, dass nur die Abteilungen, die qualitative Mindeststandards erfüllen, Leistungen anbieten dürfen.“ In einer Region mit mehreren Krankenhäusern spreche nichts dagegen, dass sich ein Haus zum Beispiel auf die Orthopädie spezialisiere, ein anderes auf die Kardiologie. „Heute machen alle alles, ohne jede Qualitätsanforderung.“

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