Anti-Dumping-Verfahren in den USA gegen Voestalpine

Washington (dts Nachrichtenagentur) – Gegen den österreichischen Stahlkonzern Voestalpine läuft in den USA ein Anti-Dumping-Verfahren. „Es gibt ein Verfahren, das einige wenige 1:000 Tonnen Spezialstahl betrifft“, sagte Voestalpine-Vorstandschef Wolfgang Eder der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“ (Freitagsausgabe). „Es geht dabei um Stahlqualitäten, die man ansonsten in den USA nicht bekommt. Insofern sind wir über das Verfahren doch einigermaßen verwundert“, sagte Eder.

„Es ist aber nicht so, dass die US-Administration gegen uns im großen Stil vorgeht.“ Eder sagte zudem, das Problem durch Dumping-Stahl, der nach Europa gelange, bleibe „generell weiter ungelöst“. „Wir stellen fest, dass die Stahlimporte aus China in Europa zwar laut offizieller Statistik zurückgegangen sind. Aber chinesische Hersteller versuchen nun offenbar, Stahl über Drittländer nach Europa zu exportieren. Das ist ein Thema, mit dem sich die Politik befassen sollte“, sagte Eder.

US-Flagge, über dts Nachrichtenagentur
Foto: US-Flagge, über dts Nachrichtenagentur