Anlegerschützer warnen vor Dominoeffekt bei "Grexit"

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Berlin – Die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) hat davor gewarnt, die Risiken eines Austritts Griechenlands aus der Eurozone, den sogenannten „Grexit“, zu unterschätzen: „Es ist durchaus möglich, dass durch einen Euro-Austritt andere Euro-Länder in Schwierigkeiten kommen könnten, indem die Finanzmarktteilnehmer auf ein Ausscheiden eines weitere Landes, zum Beispiel Portugal, `wetten`“, sagte SdK-Vorstandsmitglied Daniel Bauer dem „Handelsblatt“ (Onlineausgabe). „Das könnte dann zur Folge haben, dass indirekt doch größere Risiken für die deutsche Wirtschaft bestehen.“ Allerdings sagte Bauer auch, dass mittlerweile genügend Rettungsinstrumente durch die Europäische Zentralbank (EZB) und die Euro-Staaten geschaffen worden seien, wodurch das Risiko wohl „überschaubar“ sei.

Größere „direkte“ Grexit-Risiken für die deutsche Wirtschaft und deutsche Unternehmen sieht Bauer nicht. „Die angeblich großen Risiken gab es jedoch wohl auch 2012 nicht, zumindest keine direkten Risiken“, sagte er. „Anders kann es jedoch aussehen, wenn man die indirekten Risiken betrachtet.“

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