Alpine 16 Katastrophenschutzübung in Sonthofen proben für den Auslandseinsatz

05-05-2016_Bayern_Allgaeu_Sonthofen_Alpine16_Katastrophenschutzuebung_THW042

Foto: THW

Es ist keine gewöhnliche Übung. Viele Wochen bedurfte es an Vorbereitungen, um die Anforderungen an die Einsatzkräfte so reell wie möglich zu gestalten. Im angenommenen Szenario, bittet das Land Tukastan nach verheerenden Schäden eines Tornados, die EU um Hilfe. Diesem Hilfeersuchen folgen Einheiten des Technischen Hilfswerkes (THW) aus Bayern, des Weißen Kreuzes aus Südtirol und des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASBÖ), Landesverband Steiermark.
Für die 48 ehrenamtlichen THW-Übungsteilnehmer, die aus 22 Ortsverbänden kommen, begann die Übung bereits mit den Einsatzaufträgen, welche die Dienststelle des THW-Landesverbandes Bayern in München, versandt hatte. Am Donnerstagmorgen war Sammelpunkt in der Liegenschaft des THW-Ortsverbandes Kempten. Der Teamleader musste seine Mannschaft formieren, die Einreiseformalitäten für den Zoll vorbereiten und den Fahrzeugkonvoi zusammenstellen. Der
Vertreter des THW-Landesverbandes, Referatsleiter Siegfried Schymala, unterwies die Helfer in den bevorstehenden „Auslandseinsatz“ und übergab die Handkasse dem Kassenführer. Gut gerüstet machte der Konvoi sich auf den Weg zur „Grenze“, und damit mitten hinein in ungeahnte Schwierigkeiten.
Einreiseformalitäten gestalten sich in manchen Ländern kompliziert. Trotz dringend erbetener Hilfe erwiesen sich die Einreiseformalitäten des fiktiven Staates Tukastan als ziemlich schwierig. In englischer Sprache mussten Visum und fehlende Einreisepapiere ausgefüllt werden, die Grenzbeamten kannten kein Erbarmen, filzten Mannschaft und Fahrzeuge, bestanden unerbittlich auf die gewünschten Papiere. Ein untergeschobener „Drogenfund“ brachte richtig Stress für den Betroffenen, der völlig ahnungslos war. Nicht anderst erging es den Teams vom Weißen Kreuz und Samariterbund.
Stunden später konnte die Reise fortgesetzt werden. Am Zielort Tukasabat eingetroffen, mussten die Experten der drei Teams sich schnell koordinieren und zusammenfinden, um ihr Basiscamp zu organisieren und aufzubauen. Zelte, Fuhrpark, Küche, Strom- und Wasserversorgung,
Absperrungen – keine einfache Aufgabe. Für den ersten Tag gibt es noch viel zu tun und er ist noch lange nicht zu Ende. Es könnte durchaus sein, dass unverhofft ein Ad-hoc-Einsatz hinzukommt.
 
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