Allgäuer Berge – Arbeitsreicher Einsatztag für Bergwacht und Polizei

16-05-2013 oberallgau oberstdorf bergwacht polizeihubschrauber rettungsaktion hahnenkopf poeppel new-facts-eu20130516 titelPolizei und Bergwacht wurden am Mittwoch Nachmittag, 16.07.2014, gleich mit fünf Einsätzen in den Bergen konfrontiert.

Als erster Einsatz wurde um 12:53 Uhr der Todesfall eines 22-jährigen Mannes bekannt, der im Bereich der Gaisalpe während dem Wandern zusammengebrochen war. Zur Bergung des Verstorbenen wurde der Polizeihubschrauber Edelweiss angefordert. Noch während des Anflugs musste der Polizeihubschrauber umdisponiert werden, um Personen aus akuter Gefahr zu bergen.

Ebenso erging es dem Rettungshubschrauber „Christoph 17“ der sich mit dem Leiter der Bergwacht Sonthofen bei einem Einsatz am Schwabenhaus befand, um einen 77-Jährigen nach einem Kreislaufkollaps zu versorgen. Der 77-Jährige wurde schließlich mit einem Quad der Bergwacht ins Tal gebracht.

Die erste Notlage war um 14:44 Uhr ein Unfall im Traufbergtobel. Eine Gruppe von drei Personen befand sich hier auf einer Wanderung von Spielmannsau aus, als ein Mann ca. 50 Meter über steiles Grasgelände in den Tobel stürzte. Da der Mann im Wasser zum Liegen kam wurde die Canyoninggruppe der Bergwacht alarmiert. Der lebensgefährlich Verletzte wurde schließlich mittels Winde vom Polizeihubschrauber durch einen Angehörigen der Bergwacht geborgen und durch den Rettungshubschrauber Christoph 17 in ein Krankenhaus geflogen. Die Angehörigen wurden vom KIT der Bergwacht betreut.

Um 15.53 Uhr wurde als bisher letzter Einsatz an diesem Tag bekannt, dass sich zwei Urlauber im Bereich zwischen Wannenkopf und Zunkleitenalpe verstiegen hatten und sowohl aufgrund des Geländes als auch aufgrund Erschöpfung nicht mehr weiterkamen. Durch den Polizeihubschrauber Edelweiss, der jetzt den Leiter der Bergwacht Sonthofen an Bord hatte, konnte das 60- und 56-jährige Ehepaar in unwegsamen Gelände gefunden werden. Nachdem sich der Bergwachtmann mittels Winde zu Urlaubern herabgelassen hatte, gelang es dem Hubschrauber in der Nähe zu landen. Nachdem der Bergwachtmann das Ehepaar zu dem Hubschrauber gebracht hatte, flog sie dieser ins Tal, um anschließend die Leiche des 22-Jährigen zu bergen.

Parallel zu diesen Einsätzen lief ein Vermisstenfall der gegen 13.30 Uhr der Polizei mitgeteilt worden war. Der 77-jährige Mann aus dem Unterallgäu war mit seiner Frau mit dem Weltcupexpress auf das Ofterschwanger Horn gefahren und wollte den Panoramaweg von Ofterschwang nach Bolsterlang laufen. Auf der Strecke hatte sich der Mann von seiner Begleiterin getrennt um Pilze zu suchen. Nachdem er nach zwei Stunden nicht am Treffpunkt erschienen war, wurden die Rettungskräfte alarmiert. Durch die Bergwacht konnte zunächst die Frau gefunden werden, die ihre Positionnur beschreiben konnte. Von dort gelang es telefonisch den Mann zu kontaktiert. Hierbei wurde festgestellt, dass der Mann die Orientierung verloren hatte und sich im Bereich des Rangiswanger Horn befand. Von seinem Standort aus wurde er zu einer Hütte dirigiert und konnte ebenso wie seine Frau mit einem Quad ins Tal gebracht werden.

Insgesamt waren drei Männer der Bergwacht Sonthofen, acht der Bergwacht Oberstdorf, das KIT der Bergwacht sowie die Alpine Einsatzgruppe des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West sowie die Hubschrauber Christoph 17 und Edelweiss 1 im Einsatz. 

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