Allgäu – Selbstgebastelte Feuerwerkskörper

Allgäu + 06.01.2014 + 14-0034

bombenbastler1 risiko gefahr new-facts-euAn Silvester haben sich zahlreiche Unfälle durch Feuerwerkskörper ereignet, die zu nahe an einem Körper losgegangen sind. Verbrennungen und Verbrühungen, Schädigungen der Augen und Knalltrauma waren die Folgen. Dabei hätte sich mancher Unfall vermeiden lassen. Trotz aller Gebrauchsanweisungen wurden die Feuerwerkskörper immer wieder falsch oder fahrlässig gehandhabt. Häufig trugen hoher Alkoholkonsum und die erhitzte Partystimmung dazu bei.

Kreuzgefährlich sind selbst gebaute, manipulierte, nicht genormte oder illegal importierte Produkte. Solche Feuerwerkskörper bergen oft ein erheblich höheres Gefahrenpotenzial als in Deutschland zugelassene Produkte: Statt mit Schwarzpulver sind sie meist mit einem Knallsatz ausgestattet. Dieser reagiert schneller, erzeugt einen höheren Druck und entwickelt eine höhere Temperatur. Damit ist sein Zündverhalten nicht mehr vorhersehbar.

bombenbastler2 risiko gefahr new-facts-euIn einer Online-Community fand die Redaktion eine Gruppe von Jugendlichen, die sich ihre Feuerwerkskörper selbst bastelten. Sie nahmen aus den Knallkörpern das Pulver, verdichteten es in einer Kunststoffflasche, und verpassten der „Bombe“ eine Zündschnur. So entstand ein Sprengkörper, den die Jugendlichen nicht mehr beherrschen hätten können.

Wir konnten die Jugendlichen dazu bewegen, die Flasche zu wässern und somit die „Bombe“ unschädlich zu machen. Denn Jugendlichen war es nicht bewusst in welcher Gefahr sie sich befanden.

Man kann nur an alle appellieren die Finger von solchen Versuchen und Basteleien zu lassen. Diese selbstgebauten Sprengkörper sind unberechenbar und können tödliche Verletzungen verursachen – also Finger weg von diesen Dingen.


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